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PreiseMusikvideo

Was kostet ein Musikvideo? Der ehrliche Blick für 2026

von Loss · 15. Juni 2026 · 3 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 6. August 2026

Rapper bachelorbby in Daunenweste und mit Silberuhr im Ledersitz eines Privatjets bei einem Musikvideo-Dreh von Lossvisuals

Die häufigste Frage in meinem Postfach ist nicht, wie das Video aussehen soll. Es ist die nach dem Preis. Und die ehrlichste Antwort darauf lautet: es kommt drauf an. Was nach Ausrede klingt, ist tatsächlich der Kern der Sache.

Deshalb erkläre ich dir hier lieber, woraus sich der Preis zusammensetzt. Wenn du das verstanden hast, kannst du jedes Angebot einschätzen, auch meins.

Warum dir keine Zahl im Netz weiterhilft

Such mal nach Musikvideo-Kosten. Du landest entweder bei Artikeln über Hollywood-Budgets oder bei Preisspannen, die von ein paar hundert bis zu mehreren zehntausend Euro reichen. In der Statista-Auswertung der teuersten Musikvideos aller Zeiten steht Michael Jacksons "Scream" von 1995 mit rund 12,7 Millionen Dollar an der Spitze. Schöne Zahl. Für dein Video sagt sie exakt gar nichts.

Fast alle Artists, mit denen ich arbeite, zahlen ihr Video aus eigener Tasche. Kein Label, kein Vorschuss. Genau deshalb ist es wichtiger zu wissen, wofür das Geld draufgeht, als irgendeine Durchschnittszahl zu kennen.

Was den Preis wirklich bestimmt

Der größte Hebel sind die Drehtage. Ein zweiter Tag verdoppelt nicht nur die Zeit am Set, er zieht auch die Postproduktion mit hoch, weil mehr Material gesichtet und geschnitten werden muss.

Danach kommt die Anzahl der Locations. Jeder Ortswechsel kostet Zeit, Fahrt und Aufbau. Drei Locations an einem Tag klingen nach mehr Video, sind in der Praxis aber oft weniger, weil überall nur die Hälfte geschafft wird.

Dann die Größe des Teams am Set. Ob ich alleine drehe oder mit Licht, Kamera-Assistenz und jemandem für die Reels dabei bin, macht optisch einen enormen Unterschied. Und schließlich der Aufwand in der Post. Ein Clean Cut mit Color Grading ist etwas anderes als ein Video, in dem VFX ganze Sequenzen tragen.

Was den Preis kaum beeinflusst, ist übrigens die Länge des Songs. Ein Video mit zwei Minuten kann aufwendiger sein als eins mit vier.

Woran du ein seriöses Angebot erkennst

Ein gutes Angebot sagt dir, was drin ist und was nicht. Wie viele Drehtage, wer am Set dabei ist, was in der Post passiert, wie viele Korrekturschleifen du hast und was du am Ende bekommst. Wenn da nur eine Summe und das Wort "Musikvideo" steht, weißt du hinterher nicht, worüber ihr euch eigentlich einig wart.

Achte auch auf das, was danach kommt. Thumbnail, vertikale Trailer, Reels vom Set. Das brauchst du für den Release sowieso, und es später einzeln nachzubestellen ist immer teurer.

Wenn ein Angebot deutlich unter allem liegt, was du sonst siehst, wird an der Planung gespart. Und Planung entscheidet darüber, ob ein Video später billig aussieht. Ich hab das ausführlich aufgeschrieben in meinem Beitrag darüber, warum Musikvideos billig aussehen.

Wie du dein Budget sinnvoll einsetzt

Der häufigste Fehler ist, alles in den Dreh zu stecken und nichts für die Post übrig zu haben. Rohmaterial ist kein Video. Ich hab meine ersten Jahre mit Low-Budget-Rapvideos verbracht und dabei gelernt, dass eine starke Location, gutes Licht und sauberes Grading mehr bringen als vier Drehorte an einem Tag.

Wenn dein Budget knapp ist, sag es einfach direkt. Dann planen wir von Anfang an so, dass das Geld an der richtigen Stelle landet. Wie das konkret aussehen kann, steht in meinem Beitrag über Musikvideos mit kleinem Budget.

Wie du an eine konkrete Zahl kommst

Ich arbeite mit fester Anzahlung bei Auftragserteilung und dem Rest vor Auslieferung. Als Kleinunternehmer nach §19 UStG kommt keine Umsatzsteuer obendrauf, der Preis im Angebot ist also der Preis auf der Rechnung. Reise- und Übernachtungskosten außerhalb von Erfurt kommen nach Aufwand dazu.

Du hast einen Track und willst wissen, was er in Bildern kostet? Schreib mir kurz, was dir vorschwebt. Du bekommst eine echte Zahl statt einer Preisspanne.

Kurz beantwortet

Gibt es bei Lossvisuals feste Preise oder Pakete?
Nein. Jedes Projekt wird einzeln kalkuliert. Schick mir kurz, was dir vorschwebt, dann bekommst du eine echte Zahl statt einer Preisspanne.
Woran erkenne ich ein seriöses Angebot?
Ein gutes Angebot sagt dir, was drin ist und was nicht: wie viele Drehtage, wer am Set dabei ist, was in der Post passiert, wie viele Korrekturschleifen du hast und was du am Ende bekommst. Wenn da nur eine Summe und das Wort Musikvideo steht, weißt du hinterher nicht, worüber ihr euch einig wart.
Was mache ich, wenn mein Budget knapp ist?
Sag es direkt. Dann planen wir von Anfang an so, dass das Geld an der richtigen Stelle landet. Der häufigste Fehler ist, alles in den Dreh zu stecken und nichts für die Post übrig zu haben. Rohmaterial ist kein Video.
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